Demenz: 5 Tipps für Angehörige

Viele Menschen leiden im Alter an Demenz. Man muss verstehen, dass es für sie sehr schwierig ist, das zu akzeptieren, denn durch das Vergessen von Erinnerungen, haben sie das Gefühl, einen Teil der eigenen Persönlichkeit zu verlieren.

Man sollte deshalb einige Dinge beachten, wenn es um das Thema Demenz geht:

1. Es ist wichtig, Demenz zu erkennen und richtig zu handeln

  • Ein Problem im Zusammenhang mit dem Thema Demenz ist, dass die Erkrankung oft erst sehr spät erkannt wird
  • Aufmerksam sollte man schon werden, wenn einfache Symptome auftreten, wie zum Beispiel das plötzliche Vergessen von einfachen Dingen oder ganz alltägliche Aufgaben als kompliziert zu empfinden
  • Es ist in diesem Fall wichtig für die Menschen im Umfeld des Erkrankten, ein angenehmes Klima zu schaffen, in dem sich die an Demenz leidende Person wohl fühlt, entspannen und zur Ruhe kommen kann

 

2. Um die Demenzkranken zu verstehen, muss man sich in ihre Lage versetzten

  • Es ist wichtig, zu verstehen, dass die Demenzkranken darunter leiden, ihr Gedächtnis zu verlieren, und dass sich ihre Angst und ihre Wut in ihrem Verhalten widerspiegelt
  • Oft äußert sich das, wenn sie aggressiv und gereizt reagieren – man darf dies jedoch nicht persönlich nehmen!
  • Versuchen Sie, sich vorzustellen, wie es sich anfühlt wie ein Kind behandelt zu werden oder sich für die eigene Krankheit zu schämen, denn so geht es vielen Erkrankten
  • Behalten sie deshalb bei der Altenpflege im Hinterkopf, Geduld und Verständnis in solchen Situationen zu zeigen
Tipps zum Umgang mit Demenz-Kranken

Tipps zum Umgang mit Demenz-Kranken

3. Lernen Sie, den Verlauf und die Symptome der Krankheit Demenz zu verstehen

  • Um sich bestens um die Erkrankten kümmern zu können, muss man wissen, welchen Verlauf die Krankheit Demenz nimmt und welche Symptome und Veränderungen auftreten, um richtig reagieren zu können
  • Lassen Sie sich deshalb sowohl von Ärzten beraten, als auch von anderen Personen, die in der Seniorenpflege arbeiten und diese Krankheit kennen um stets richtig für Erkrankte sorgen zu können

 

4. Antworten Sie immer auf die Fragen des Erkrankten

 

  • Auch wenn ein Demenzkranker ein und dieselbe Frage zum wiederholten Male stellt:
    bleiben Sie geduldig und antworten Sie höflich und ausführlich, ohne sich über seine Frage lustig zu machen!
  • Versuchen Sie anschließend, eine Gegenfrage zu stellen oder den Gegenüber in ein Gespräch über etwas völlig anderes zu verwickeln, um ihn vom Thema, das ihn beschäftigt und belastet, abzulenken

 

5. Vermeiden Sie unnötigen Stress durch einen Streit

  • Auch wenn man als Außenstehender die Erinnerung an zum Beispiel gemeinsame Zeiten gerne zurückholen würde, muss man stets bedenken, dass die Demenzkranken nicht absichtlich gewisse Dinge vergessen, sondern, dass sie an einer Krankheit leiden
  • Es ist frustrierend für Erkrankte, wenn sie merken, dass eine Erinnerung von ihnen gefordert wird oder wenn sie spüren, dass Sie als Angehöriger enttäuscht sind
  • Ihre eigene Wut ist weder den Erkrankten noch Ihnen selbst eine Hilfe, also versuchen Sie stets die Geduld zu bewahren, auch wenn es schwer scheint

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